Welche Vorsicherung bei 11 kW Wallbox und FI Typ B?
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Warum die Vorsicherung entscheidend ist
Bei der Installation einer 11 kW Wallbox stellt sich nicht nur die Frage nach dem richtigen FI Typ B, sondern auch nach der passenden Vorsicherung. Die Vorsicherung schützt die Leitung und begrenzt den maximal zulässigen Betriebsstrom.
Eine falsch gewählte Vorsicherung kann:
- zu unnötigen Auslösungen führen
- den FI überlasten
- die Leitung thermisch gefährden
- normwidrig sein
Technische Grundlage: 11 kW entspricht 3 × 16 A
Eine 11 kW Wallbox wird üblicherweise dreiphasig betrieben:
- 400 V Drehstrom
- 16 A je Phase
- Dauerlastbetrieb möglich
Rechnerisch ergibt sich:
11 kW ≈ 16 A pro Phase
Daher ist die typische Auslegung:
Vorsicherung 3 × 16 A
Wann wird 3 × 20 A verwendet?
In manchen Installationen wird statt 16 A eine Vorsicherung mit 20 A eingesetzt. Gründe können sein:
- Leitung mit größerem Querschnitt
- thermische Reserve
- leichte Überdimensionierung
- gewerbliche Nutzung
Wichtig ist: Die Vorsicherung muss zum Leitungsquerschnitt passen und darf diesen nicht überlasten.
Zusammenhang zwischen Vorsicherung und FI Typ B
Der Bemessungsstrom des FI Typ B muss mindestens so hoch sein wie die maximal mögliche Strombelastung des Stromkreises.
Typische Kombination bei 11 kW:
- Vorsicherung: 3 × 16 A
- FI Typ B: 40 A / 30 mA
Bei Vorsicherung 20 A bleibt 40 A FI weiterhin ausreichend.
Reicht ein 40 A FI bei 11 kW mit 16 A Vorsicherung?
Ja.
Ein 40 A FI bietet ausreichend Reserve gegenüber dem Betriebsstrom von 16 A je Phase.
Ein 63 A FI ist bei einer einzelnen 11 kW Wallbox in der Regel nicht erforderlich, außer:
- mehrere Verbraucher laufen über denselben FI
- zukünftige Erweiterung geplant
- gewerbliche Dauerbelastung
Leitungsquerschnitt nicht vergessen
Die Vorsicherung hängt direkt vom Leitungsquerschnitt ab.
Typische Beispiele:
- 5 × 2,5 mm² → meist 16 A
- 5 × 6 mm² → oft 20 A oder höher (abhängig von Verlegeart)
Die finale Entscheidung trifft der Elektrofachbetrieb unter Berücksichtigung:
- Verlegeart
- Leitungslänge
- Umgebungstemperatur
- Spannungsfall
Häufige Fehler bei der Vorsicherung
- 20 A Vorsicherung bei zu kleinem Leitungsquerschnitt
- Mehrere Verbraucher auf einem 16 A abgesicherten Wallbox-Stromkreis
- Unzureichende Reserve bei Dauerlast
Diese Fehler führen häufig zu ungewollten Auslösungen oder thermischer Belastung.
Praxisbeispiel
Einfamilienhaus:
- 11 kW Wallbox
- Leitung 5 × 2,5 mm²
- Leitungslänge 12 m
- Separate Absicherung
Empfehlung:
Vorsicherung 3 × 16 A
FI Typ B 40 A / 30 mA
Fazit
Bei einer 11 kW Wallbox ist in der Regel eine Vorsicherung mit 3 × 16 A vorgesehen. Diese harmoniert mit einem FI Typ B 40 A / 30 mA in typischen privaten Installationen.
Abweichungen sind möglich, müssen jedoch auf Basis von Leitungsquerschnitt, Verlegeart und normativen Anforderungen erfolgen.
Weiterführende Informationen
Wenn Sie sich intensiver mit der Auswahl und Installation eines FI Typ B für Wallboxen beschäftigen möchten, finden Sie hier weiterführende technische Informationen:
• FI Typ B für Wallbox – Normen & Auswahl
• FI Typ B für Wallbox – Normativer Rahmen nach DIN VDE 0100-722
• DC-Fehlerstrom bei Wallboxen – was fordert die Norm
• DC-Vormagnetisierung – warum Typ A versagen kann
• FI Typ B oder Typ A EV – was ist normkonform bei Wallboxen